Mönch: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Catholic monks in Jerusalem 2006.jpg|mini|Diese katholischen Mönche [[Gebet|beten]] in der Grabeskirche in [[Jerusalem]] in [[Israel]].]]
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[[Datei:Catholic monks in Jerusalem 2006.jpg|mini|[[Katholische Kirche|katholische]] Mönche beim [[Gebet|beten]] in der [[Kirche]]]]
[[Datei:Patriarca e Pe. Theodoro.JPG|mini|[[Orthodoxe Kirche|Orthodoxe]] Mönche tragen einen [[Schleier]], ähnlich wie die katholischen Nonnen.]]
 
[[Datei:Tonsure fx tr.png|mini|Zwei junge Mönche mit Tonsur]]
 
[[Datei:Bible.malmesbury.arp.jpg|mini|Von Hand geschriebene Bibel aus dem Jahr 1407 in [[England]]]]
 
[[Katholische Kirche|Katholische]] oder [[Orthodoxe Kirche|orthodoxe]] Mönche leben zusammen mit anderen Männern in einem [[Kloster]]. Manchmal nennt man sie auch Ordensbrüder. Ein Mönch hat versprochen, seinem Abt zu gehorchen. Das ist der Chef des Klosters. Ein Mönch verzichtet auf eigenen Besitz. Alles, was er hatte, gab er beim Eintritt dem Kloster ab. Als drittes bleibt er ledig. Er hat keine [[Ehe]]frau, weil nur [[Gott]] für ihn wichtig ist.
 
  
Alle Mönche desselben Klosters tragen eine einheitliche [[Kleidung]]. Das ist so etwas wie ein langer Mantel aus einem Stück Stoff und heißt: Kutte. Die meisten Mönchskutten sind dunkelbraun, selten sind sie schwarz. Die Kutten der katholischen Mönche haben eine Kapuze, die er bei kaltem Wetter über den [[Kopf]] ziehen können.  
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Mönche leben zusammen mit anderen [[Mann|Männern]] in einem [[Kloster]].
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<br/>Es gibt sie in der [[Katholische Kirche|katholischen]] und in der [[Orthodoxe Kirche|orthodoxen]] [[Kirche]].
  
Die orthodoxen Mönche tragen einen [[Schleier]] wie die katholischen [[Nonne]]n. In der Kirche muss aber der Kopf der Mönche unbedeckt bleiben. Um den [[Bauch]] binden sich die Mönche einen einfachen Strick anstelle eines Gürtels. Meist ist er weiß.  
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Alle Mönche in einem Kloster tragen die selbe [[Kleidung]].
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<br/>Das ist so etwas wie ein langer Mantel, die Kutte.
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<br/>Sie ist meist dunkel-braun.  
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<br/>Dazu kommt ein weißer Gürtel.
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<br/>Das ist eigentlich ein Stück Seil.
  
Besonders bei einigen Orden ist die Tonsur. Das [[Wort]] kommt aus dem [[Latein]] und bedeutet: scheren. Dabei wird die Mitte des Kopfes kahlgeschoren, so dass nur noch rundherum ein Haarkranz stehen bleibt.
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Ihr Chef ist der Abt.
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<br/>Alle Mönche versprechen, dem Abt zu gehorchen.
  
==Wie wird ein Mann zum Mönch?==
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Mönche versprechen auch, arm zu sein.
Wenn ein Mann in ein Kloster eintritt, wird er nicht gleich Mönch, sondern Novize, ein „Neuling“. Er lebt also in einer Probezeit, die ein bis zwei [[Jahr]]e dauert. Während dieser Zeit lernt er die [[Bibel]] besser kennen. Er lernt auch die Geschichte ihrer Gemeinschaft und deren Regeln kennen. Er übt sich im [[Gebet]], im Gottesdienst, im Schweigen und im [[Fasten]] und hat vielleicht sogar [[Unterricht]] in einer fremden [[Sprache]]. Wichtig sind vor allem [[Latein]], [[Griechisch]] und Hebräisch. Dies sind die Sprachen der [[Bibel]].  
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<br/>Einem Mönch gehört nichts.
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<br/>Alles gehört allen gemeinsam.
  
Der Novize schließt seine Probezeit mit einem Fest ab, das heißt: Profess. An diesem Fest legt er sein Gelübde ab. Das [[Wort]] „Gelübde“ kommt vom [[Verb]] „geloben“ und bedeutet versprechen. Er verspricht Gehorsam, [[Armut]] und [[Ehe]]losigkeit. Zu diesem Fest sind meistens auch seine Eltern eingeladen, vielleicht auch einige [[Verwandtschaft|Geschwister]].
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Das dritte Versprechen betrifft die Ehe.
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<br/>Mönche dürfen nicht heiraten.
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<br/>Sie leben zusammen mit den anderen Mönchen.
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<br/>Das sind ihre Brüder.
  
Am Anfang leistet die Mönch ein Gelübde für eine bestimmte Zeit, meistens für ein Jahr. Dann kann er das Kloster wieder verlassen oder sein Gelübde erneuern, vielleicht um zwei oder drei Jahre. Die meisten Mönche legen erst viel später ein Gelübde für den Rest ihres Lebens ab.
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Mönche beten viel gemeinsam.
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<br/>Dies geschieht immer zur selben Stunde am [[Tag und Nacht|Tag]].
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<br/>Sie arbeiten auch viel:
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<br/>Manche Mönche bestellen den Garten.
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<br/>Andere halten [[Tier]]e wie [[Schafe]] oder [[Rinder|Kühe]].
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<br/>Wieder andere arbeiten auf dem Feld.
  
==Wie lebt ein Mönch?==
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Mönche können schreiben.
Das Wichtigste für einen Mönch ist, dass er die drei Regeln des Gelübdes einhält. Der Rest hängt ein wenig vom Kloster ab, in dem er lebt.  
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<br/>Das konnten früher nur wenige [[Mensch]]en.
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<br/>Sie schrieben [[Buch|Bücher]].
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<br/>Vor allem schrieben Mönche die [[Bibel]] von [[Hand]] ab.
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<br/>Eine solche Bibel war sehr wertvoll.
  
In allen Klöstern gelten feste Zeiten für die Gottesdienste und für die Gebete. Das kann auch nachts sein. Es gibt Klöster, in denen bis zu acht Mal am Tag ein gemeinsames Gebet in der Kirche stattfindet. Da stehen die Mönche auch regelmäßig mitten in der Nacht auf, wenn die [[Glocke]] läutet. Sie gehen dann schweigend zum Gebet in die [[Kirche]] und wieder zurück in ihr Bett.
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{{Entwurf}}
 
 
Zwischen den religiösen Verpflichtungen tun die Mönch, was sie zu ihrem eigenen Leben brauchen: Sie arbeiten in der [[Küche]] oder im [[Garten]], waschen Kleider, machen sauber, pflegen ihre kranken und alten Brüder und vieles anderes mehr. Wenn diese Arbeit zu viel wird, übertragen sie sie einigen Laienbrüdern. Diese sind in erster Linie [[Handwerk]]er und sind dem Klosterleben gegenüber weniger stark verpflichtet als die Mönche.
 
 
 
Immer wieder schreiben Mönche die Bibel oder andere wichtige [[Buch|Bücher]] ab. Dies ist weniger die Arbeit der Nonnen. Diese Schreibstuben heißen: Scriptorien. Der [[Name]] kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „schreiben“. Das ist dann wie in der [[Schule]] beim Diktat: Einer liest langsam vor, viele andere schreiben es auf. Dadurch schleichen sich natürlich auch ab und zu Fehler ein. Andere Brüder bringen später Verzierungen an. An einer Bibel arbeitet ein Mönch etwa ein Jahr, manchmal länger.
 
 
 
Mönche betrieben seltener Spitäler als Nonnen. Im [[Mittelalter]] gab es [[Krankenhaus|Krankenhäuser]] fast nur in Nonnenklöstern. Die Mönche versorgten meist nur ihre eigenen kranken Brüder. Die Heilkräuter wuchsen meistens im Klostergarten, der vom Kreuzgang umschlossen wurde. Die wertvollen [[Buch|Bücher]] über die Behandlung von [[Krankheit]]en und über die Wirkung von Kräutern entstanden in den eigenen Scriptorien. Sehr viel Wissen gaben die älteren Mönch den jüngeren mündlich weiter. So ging es nicht verloren.
 
 
 
Auch Schulen gab es nur im Kloster. Einige Mönche waren dabei die [[Lehrer]]. Selbstverständlich waren in solchen Schulen nur [[Junge]]n zugelassen und auch nur die mit reichen Eltern.
 
 
 
==Gibt es Mönche außerhalb der katholischen und der orthodoxen Kirche?==
 
Es gibt auch Mönche in einigen Religionen aus Asien: im [[Buddhismus]], im [[Hinduismus]] sowie in anderen Religionen. Auch bei ihnen ist die [[Religion]] im Alltag sehr wichtig.
 
 
 
Einiges in ihrem Leben ist den katholischen und orthodoxen Mönchen sehr ähnlich. Es gibt aber viele Unterschiede. Auf der [[Straße]] fallen sie durch ihre orangen Kleider auf. Genauso wie bei den Katholiken gibt es weniger Mönche in Asien als früher.
 
 
 
In [[Frankreich]] gibt es ein Kloster im kleinen Dorf Taizé, sprich: Tesee. Die Mönche dort heißen "Brüder" oder auf [[französisch]] "Frêres". Taizé ist ein ökumenisches Kloster. Das bedeutet, dass die Brüder aus der katholischen, evangelischen, orthodoxen und jeder anderen christlichen Kirche kommen können. Für ihr Leben in Taizé spielt die Konfession keine Rolle. Außerdem sind in Taizé Jugendliche aus aller Welt und aus allen Religionen willkommen geheißen. Sie teilen dort die Gebete und die Arbeit mit den Brüdern.
 
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[[Kategorie:Klexikon-Artikel|Monch]]
 
[[Kategorie:Glaube und Denken|Monch]]
 

Version vom 28. März 2021, 07:24 Uhr

katholische Mönche beim beten in der Kirche

Mönche leben zusammen mit anderen Männern in einem Kloster.
Es gibt sie in der katholischen und in der orthodoxen Kirche.

Alle Mönche in einem Kloster tragen die selbe Kleidung.
Das ist so etwas wie ein langer Mantel, die Kutte.
Sie ist meist dunkel-braun.
Dazu kommt ein weißer Gürtel.
Das ist eigentlich ein Stück Seil.

Ihr Chef ist der Abt.
Alle Mönche versprechen, dem Abt zu gehorchen.

Mönche versprechen auch, arm zu sein.
Einem Mönch gehört nichts.
Alles gehört allen gemeinsam.

Das dritte Versprechen betrifft die Ehe.
Mönche dürfen nicht heiraten.
Sie leben zusammen mit den anderen Mönchen.
Das sind ihre Brüder.

Mönche beten viel gemeinsam.
Dies geschieht immer zur selben Stunde am Tag.
Sie arbeiten auch viel:
Manche Mönche bestellen den Garten.
Andere halten Tiere wie Schafe oder Kühe.
Wieder andere arbeiten auf dem Feld.

Mönche können schreiben.
Das konnten früher nur wenige Menschen.
Sie schrieben Bücher.
Vor allem schrieben Mönche die Bibel von Hand ab.
Eine solche Bibel war sehr wertvoll.



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