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Schnecken: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Posthornschnecke1.jpg|mini|Diese Wasserschnecke frisst [[Alge|Algen]] auf dem Grund eines Teichs.]]
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[[File:Helix pomatia 2005 G01.jpg|mini|Die Weinberg-Schnecke ist bei uns die bekannteste Schnecke mit einem Haus.
Schnecken sind die einzigen [[Weichtiere]], die nicht nur im [[Wasser]], sondern auch an Land leben. An Land kriechen sie langsam und hinterlassen eine Spur aus Schleim, auf der sie rutschen. Die Landschnecken kann man grob unterteilen in Nacktschnecken und Gehäuseschnecken. In der [[Schweiz]] nennt man sie Häuschenschnecken, sprich: Häus-chen-schnecken, weil sie ein kleines Haus mit sich herumtragen.
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<br/>Auf den Fühlern sieht man einen dunklen Punkt.  
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<br/>Das sind die [[Auge]]n.]]
  
Schnecken gibt es auf der ganzen Welt, sogar in den [[Meer]]en der [[Arktis]] und der [[Antarktis]]. Sie können kleiner als einen [[Meter|Millimeter]] sein. Eine Schneckenart im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] erreicht sogar eine Länge von bis zu 90 Zentimetern.  
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Schnecken sind Weichtiere.  
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<br/>Sie können im [[Wasser]] und auch an Land leben.  
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<br/>An Land kriechen sie langsam und hinterlassen eine Spur aus Schleim.
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<br/>Auf diesem Schleim rutschen sie voran.
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<br/>An Land gibt es Nackt-Schnecken und Schnecken mit Haus.
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<br/>Man nennt sie Gehäuse-Schnecken.
  
Die einzelnen Schneckenarten sind sehr verschieden voneinander. Für alle gilt: Der Körper besteht wie bei allen Weichtieren aus dem Kopf, dem Fuß, dem Eingeweidesack und dem Mantel. Alles andere kann sehr verschieden sein. Deshalb beschreibt dieser Artikel vor allem Beispiele.  
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Die Schnecken mit Haus tragen ein kleines Haus mit sich herum.  
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<br/>Das ist wie bei der Schale von [[Muschel]]n.
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<br/>In dem Haus können sich die Schnecken verstecken.
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<br/>So können sie auch einen kalten [[Winter]] besser aushalten.
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<br/>Auch wenn es sehr trocken ist, ziehen sie sich in ihr Gehäuse zurück.
  
==Wie sehen Schneckenkörper aus?==
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Schnecken gibt es auf der ganzen Welt.
[[Datei:Weinbergschnecke-Helix-pomatia-front.jpg|mini|Die Weinbergschnecke ist bei uns die bekannteste Gehäuseschnecke.]]
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<br/>Sogar in den [[Meer]]en der [[Arktis]] und der [[Antarktis]] leben Schnecken.  
Gehäuseschnecken tragen ein Gehäuse auf dem Rücken. Es entspricht der Schale bei den Muscheln. Dort hinein können sie sich zurückziehen. Sie tun dies, wenn sie am Trockenen liegen und verschließen die Öffnung mit einer dicken Schicht aus Schleim. Die Landschnecken tun dies auch, um den [[Winter]] besser zu überstehen. Der Eingeweidesack bleibt immer in der Schale.
 
  
Bei den Nacktschnecken ist das Gehäuse im Laufe der [[Evolution]] verschwunden. Es blieb nur noch so etwas wie eine starke [[Haut]] übrig, die man „Mantel“ nennt. Der Eingeweidesack liegt unter dem Mantel.
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Alle Schnecken haben Fühler.  
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<br/>Aber nur einige haben [[Auge]]n.
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<br/>Mit den Augen können sie hell und dunkel unterscheiden.  
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<br/>Die Augen sitzen als schwarze Punkte oben auf den Fühlern.
  
Kopf und Fuß sehen aus wie aus einem Stück. Alle Schnecken haben Fühler, aber nur einige haben [[Auge]]n. Alle Schnecken sind taub, aber zumindest die Landschnecken können sehr gut riechen. Sie haben jedoch keine [[Nase]], sondern einzelne Zellen, mit denen sie riechen können. Sie sitzen vor allem an der vorderen Hälfte des Körpers.
+
Schnecken können nichts hören.  
 
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<br/>Aber die Land-Schnecken können sehr gut riechen.  
==Wie leben Schnecken?==
 
[[Datei:Escargot sur une Feuille de mûrier.jpg|mini|Schnecken fürchten die [[Sonne]]. Deshalb sind sie oft nachts oder in der Dämmerung unterwegs.]]
 
 
 
Landschnecken bewegen sich sehr langsam. Sie legen einen Schleimteppich unter den Fuß, auf dem sie gleiten können. Dieser Schleimteppich schützt sie auch vor scharfen Untergründen. Um vorwärts zu kommen, heben sie hinten den Fuß etwas an, so dass eine Falte entsteht wie bei einem Teppich. Diese Falte lassen sie dann nach vorne wandern bis zum Kopf. Dann folgt die nächste Falte. Das kann man sehr schön beobachten, indem man eine Schnecke über eine Glasplatte kriechen lässt.
 
 
 
Landschnecken ertragen keine Trockenheit oder gar [[Sonne]]. Sie sind deshalb besonders in der Dämmerung, nachts oder bei Regen aktiv. Bei Sonnenschein ziehen sie sich an den Schatten zurück, damit sie nicht vertrocknen.
 
 
 
Den Winter verbringen die Landschnecken in Erdspalten. Sie gehen möglichst tief, weil dort der [[Erdboden|Boden]] wenig gefriert. Gehäuseschnecken ziehen sich in ihr Gehäuse zurück und verschließen den Eingang mit einer dicken Schleimschicht, die dann hart wird.
 
 
 
Schnecken können weder fliehen noch sich wehren, deshalb haben sie viele Feinde: [[Igel]], [[Maulwurf|Maulwürfe]], [[Maus (Tier)|Spitzmäuse]], [[Frosch|Frösche]], Kröten, Blindschleichen, Salamander, [[Schlange|Ringelnattern]] und viele [[Vögel]] essen gerne Schnecken. Sie liefern viel Eiweiß, ähnlich wie die [[Fische]]. In Hungerzeiten gibt es noch viel mehr Tiere, die lieber Schnecken fressen als gar nichts, beispielsweise die [[Fuchs|Füchse]].  
 
 
 
Wenn früher die Menschen hungerten, aßen sie auch Schnecken. Heute verspeisen sie nur noch die Weinbergschnecken, als Delikatesse. Diese Schneckenart ist zwar geschützt und darf nicht in der [[Freiheit]] eingesammelt werden. Es ist jedoch erlaubt, sie zu züchten. Solche Zuchtanstalten nennt man Schneckenfarmen.
 
 
 
==Wie ernähren sich Schnecken?==
 
[[Datei:Orange slug head.jpg|mini|Diese Nacktschnecke frisst einen kleinen Pilz.]]
 
Keine Schnecke hat richtige [[Zahn|Zähne]], aber alle haben eine Raspelzunge. Die Landschnecken schaben damit [[Pflanzen|Pflanzenteile]] ab wie mit einer Feile. Was sie so in den Mund kriegen, ist fein genug, dass sie es herunterschlucken und verdauen können.
 
 
 
Schnecken sind der Schrecken der Gärtner. Sie fressen zuerst alles an den Pflanzen, was zart ist. Anschließend machen sie sich auch über die Stiele her. So können in einer Nacht ganze Salate verschwinden. Es gibt auch [[Blume]]n, welche sie sehr lieben, beispielsweise die Tagetes, welche auch Studentenblumen heißen. Sie riechen stark und ziehen die Schnecken magisch an.
 
 
 
Es gibt auch Schnecken, die [[Aas]] fressen, also tote Tiere. Diese Schnecken haben kleine Raspelzähnchen. Die Kegelschnecke aus dem Meer beispielsweise hat wenige kleine Zähnchen wie Harpunen, mit denen sie ein [[Gift]] in ihre Beute spritzt. Die Beutetiere werden dadurch gelähmt und die Schnecke kann sie verzehren.
 
 
 
==Wie vermehren sich Schnecken?==
 
[[Datei:Schnecke bei Eiablage.jpg|mini|Diese Nacktschnecke legt ihre Eier in die Erde und deckt sie dann zu.]]
 
Die meisten Schnecken sind [[Fortpflanzung|zweigeschlechtlich]], es gibt also Männchen und Weibchen. So sind alle Meerschnecken und einige Süßwasserschnecken. Ihre Jungtiere entwickeln sich als [[[[Larve]]]]n, die frei im Wasser schwimmen.
 
 
 
Die Landlungenschnecken sind Zwitter. Zu ihnen gehören die Weinbergschnecken und die Rote Wegschnecke, die in der Schweiz auch Rossschnecke heißt. Bei diesen Schnecken ist jedes Tier zugleich Männchen und Weibchen.
 
 
 
Zwitter nennt man in der [[Wissenschaft]] Hermaphroditen, sprich Hermafroditen. Bei der [[Sexualität|Paarung]] gleitet zuerst das eine Tier mit dem Penis in die Vagina des andern und gibt seine Samenzellen ab, dann wechseln sie die Rollen. Beide Schnecken tragen dann befruchtete Eizellen in sich, welche sich zu [[Ei]]ern entwickeln.
 
 
 
Jedes Tier gräbt sich dann eine kleine Höhle in die Erde und legt die Eier hinein. Diese entwickeln sich selbständig, bis die kleinen Schnecken ausschlüpfen. Sie sind sofort selbständig und suchen sich ihre Nahrung selber.
 
 
 
==Schaden oder nützen die Schnecken der Natur und den Menschen?==
 
Die [[Natur]] kennt keine Schädlinge. Alles nützt dem Kreislauf des Lebens. Schnecken und ihre Eier dienen vielen Lebewesen als Nahrung. Deshalb sind auch die Schnecken wichtig für die Natur.
 
 
 
Wenn Menschen Äcker oder Gärten anlegen, greifen sie in die Natur ein. Dort vermehren sich die Schnecken sehr schnell, weil sie viel Nahrung finden. Zudem fehlen in diesen Plantagen oft die Feinde der Schnecken, weil sie keine natürlichen Lebensräume mehr finden. Dann nehmen die Schnecken überhand und fressen alles kahl.
 
 
 
[[Landwirt|Bauern]] und Gärtner müssen deshalb etwas gegen Schneckenplagen unternehmen. Einige Gärtner machen sich zunutze, dass Schnecken Feuchtigkeit brauchen: Sie legen Bretter oder Ziegel aus, darunter verkriechen sich die Schnecken. Die Gärtner sammeln sie dann dort ein.
 
 
 
Man kann sich auch gezielt Tiere zulegen, welche die Schnecken fressen: Verschiedene Wachteln oder Laufenten haben sich bisher bewährt. Es nützt aber auch schon, den [[Garten]] so zu gestalten, dass sich beispielsweise Igel oder Blindschleichen darin wohl fühlen.
 
 
 
Sehr wirkungsvoll ist Schneckengift. Das Problem ist dabei, dass das [[Gift]] auch sonst in die Umwelt gelangt oder dass beispielsweise Blindschleichen Schnecken fressen, die erst gerade Schneckengift geschluckt haben. Daran können dann auch die Blindschleichen sterben, und die Schneckenplage wird sogar noch größer.  
 
  
 
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[[Kategorie:Tiere und Natur]]
 

Aktuelle Version vom 10. Dezember 2019, 20:05 Uhr

Die Weinberg-Schnecke ist bei uns die bekannteste Schnecke mit einem Haus.
Auf den Fühlern sieht man einen dunklen Punkt.
Das sind die Augen.

Schnecken sind Weichtiere.
Sie können im Wasser und auch an Land leben.
An Land kriechen sie langsam und hinterlassen eine Spur aus Schleim.
Auf diesem Schleim rutschen sie voran.
An Land gibt es Nackt-Schnecken und Schnecken mit Haus.
Man nennt sie Gehäuse-Schnecken.

Die Schnecken mit Haus tragen ein kleines Haus mit sich herum.
Das ist wie bei der Schale von Muscheln.
In dem Haus können sich die Schnecken verstecken.
So können sie auch einen kalten Winter besser aushalten.
Auch wenn es sehr trocken ist, ziehen sie sich in ihr Gehäuse zurück.

Schnecken gibt es auf der ganzen Welt.
Sogar in den Meeren der Arktis und der Antarktis leben Schnecken.

Alle Schnecken haben Fühler.
Aber nur einige haben Augen.
Mit den Augen können sie hell und dunkel unterscheiden.
Die Augen sitzen als schwarze Punkte oben auf den Fühlern.

Schnecken können nichts hören.
Aber die Land-Schnecken können sehr gut riechen.



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