Latein

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Auf dem dicken Balken über den Säulen steht ein Satz auf Latein:
„Homo sapiens non urinat in ventum“.
Auf Deutsch:
„Ein weiser Mensch pinkelt nicht gegen den Wind“.

Latein ist eine sehr alte Sprache.
Man sprach sie bereits etwa fünf hundert Jahre vor Christus.
Sie wurde zunächst nur in Latium gesprochen.
Das ist eine Gegend in Italien rund um die Stadt Rom.
Das Römische Reich aber eroberte schließlich viele Länder rund um das Mittel-Meer.
So wurde die Sprache in Europa und im Norden Afrikas verbreitet.

Auch nach dem Ende des Römischen Reiches sprachen viele Leute in Süd-Europa weiterhin eine Art von Latein.
Daraus entstanden viele heutige Sprachen wie Italienisch, Spanisch, Französisch oder Rätoromanisch.
Man nennt sie die romanischen Sprachen.

Auch im Mittel-Alter spielte Latein eine sehr wichtige Rolle:
Fast alle Bücher waren in dieser Sprache geschrieben.
Wissenschaftler, Philosophen, Pfarrer und Künstler aus ganz Europa konnten einander deshalb verstehen.
Aber Latein war schwierig zu lernen, und überhaupt haben nur wenige Menschen lesen und schreiben gelernt.
Die aller-meisten Menschen sprachen ihre eigenen Sprachen und höchstens ein klein bisschen Latein.

In der Neu-Zeit wurden diese eigenen Sprachen wie Deutsch, Italienisch oder Englisch den Menschen wichtiger.
Deshalb wurde Latein immer weniger wichtig.

Das lateinische Alphabet ist unser heutiges Alphabet.
Es besteht aus 26 Buchstaben.
Sein Name kommt daher, dass es ursprünglich in der lateinischen Sprache verwendet wurde.



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